Notruf: 112

Jeder Verein ist stolz auf eine lange Vereinshistorie zurück blicken zu können, die durch die Weltkriege hindurch Bestand hatte und auch heute nach 150 Jahren immer noch weitergeführt wird. Viele Feuerwehrfahrzeuge und Gerätehäuser, unzählige Einsätze und Übungen absolvierten die Feuerwehrmänner, mittlerweile auch Feuerwehrfrauen, unter wechselnder Führung. Es wurde gemeinsam gearbeitet und geholfen und auch gemeinsam gefeiert.

Und jetzt ist es so weit: wir können auf 150 Jahre Freiwillige Feuerwehr Schierling zurückblicken und wollen diesen historischen Moment - fast auf den Tag genau - gebührend feiern.

Festausschuss musste sich ganz schön „ins Zeug“ legen
 

Das Fest zum 150 jährigen Bestehen der freiwilligen Feuerwehr Schierling im nächsten Jahr wirft bereits seine Schatten voraus. Zu einer solchen Feier gehört natürlich auch eine Festmutter, dafür haben sich die Verantwortlichen Anneliese Hausler auserwählt. Das offizielle Ja-Wort holte sich der Verein am Samstagabend nach alter Tradition durch ein Festmutterbitten.
Angeführt von der Blaskapelle Toni Schmid und mit Fahne und Blumenstrauß gewappnet zogen etwa neunzig Feuerwehrfrauen und -männer vom Schierlinger Feuerwehrzentrum zum Anwesen der  Familie Hausler.

 

Hier angekommen trugen Festleiter Andreas Komes und Kommandant Sascha Jörchel  ihr Anliegen in Mundart gedichteter Form vor. „Des Amt is schwaar und kost an Muat, mia kenna oba oane guat, de mit ihrer Familie ganz g’wiss, a hundertprozentige Feierwehrlerin is“ versuchte der Festleiter die Auserwählte zu bezirzen. „Für des Amt, da hätt ma di ganz gern, nach unsrer Meinung kannst nur du des wern. Es waar für uns a große Freid, wennst du uns s’Ja-Wort geb’n dast heid“, ergänzte der Kommandant. Mit der Überreichung eines Blumenstraußes untermauerten beide ihre Bitte.

 

Die Auserwählte hatte ihr „Ja“ zwar angedeutet, aber sie stellte die Bittsteller mit zwei Prüfungen auf die Probe um ganz ihre Gunst zu gewinnen. Sie forderte Festleiter Andreas Komes und die drei Kommandanten Sascha Jörchel, Stefan Hüttner und Christian Plamper auf, auf Blasebälgen sitzend und Körpereinsatz Luftballons aufzublasen, aus diesen Blumen oder Tiere zu formen und ihr zu überreichen. Mit etwas Anlaufschwierigkeiten schafften es die vier dann doch in relativ kurzer Zeit die Ballons aufzublasen, aber die daraus geformten Figuren bedurften letzlich schon einiger Phantasie um sie zu erkennen.

Es folgte dann eine Aufgabe für alle Festausschussmitglieder. Da ein Gründungsfest zünftig sein soll wozu, nach Meinung der Auserwählten, auch Gesang gehöre, musste der Festausschuss zum Karaoke antreten. Eindrucksvoll bewies der kurzfristig gebildete Chor dass „Mann“ Stimme auch dafür gut verwenden kann.

 

Überzeugt von den Bittstellern und begleitet von großem Applaus der Feuerwehrler  gab Anneliese Hausler mit den Worten „Drum sog i Ja aus vollem Herzen, a wenn da Geldbeutel von meim Mo hod riesige Schmerzen“, ihre Zusage. Sie fügte an, alles ihr Mögliche beizutragen, damit das 150 jährige ein schönes und friedliches Fest werden möge. Anschließend lud sie alle Anwesenden zu einer Feier mit Speis und Trank ein. Zur Unterhaltung spielte die Blaskapelle Toni Schmid auf. Wie schon beim Schirmherrnbitten vor einem Monat zeigte sich auch hier wieder welches „Sitzfleisch“ die Schierlinger Feuerwehrler  haben, wenn es ums Feiern geht.

 

 

 

Text und Bilder mit freundlicher Genehmigung von Robert Beck

  • schirmherrenbitten_1
Jeder Verein wünscht sich für seine Festivitäten ein Gelingen ohne Pannen sowie einen weiß-blauen Himmel und Sonnenschein. Auch die freiwillige Feuerwehr Schierling will sein 150jähriges Gründungsfest am ersten Juliwochenende 2019 möglichst ohne Regenschirm feiern. Da für die Wetterverhältnisse bei solchen Festen - so sagt man - der Schirmherr zuständig ist sprachen Festleiter und Kommandanten am vergangenen Mittwoch bei Bürgermeister Christian Kiendl vor, um ihn für dieses Amt zu gewinnen.
Angeführt vom der Blaskapelle Toni Schmid marschierte die 95 Mann/Frau starke Feuerwehrtruppe vom Rathaus zum Anwesen von Bürgermeister Christian Kiendl. Hier angekommen versuchten Festleiter Andreas Komes und Kommandant Sascha Jörchel, in Versform gedichtet, den Bürgermeister zu einer schnellen Zusage zu bewegen. Dies untermauerten sie mit einem Blumenstrauß an Gattin Annemarie sowie einen in weiß/rot gehaltenen Regenschirm für ihn. Christian Kiendl zeigte sich davon schon ein wenig beeindruckt bevor er allerdings sein „Ja“ geben wollte sollten die Bittsteller noch einige Aufgaben meistern.

Er forderte Festleiter und die drei Kommandanten auf, kniend auf dem traditionellen Holzscheit Platz zu nehmen. Dann testete der Bürgermeister die Musikfestigkeit der Bittsteller indem er sich von Andreas Komes, Sascha Jörchel, Stefan Hüttner und Christian Plamper die Bayernhymne vorsingen ließ. Die Feuerwehr sollte sich nach seiner Meinung auch ausdauernd und sportlich sein. Dazu wählte er einen Baumstamm mit einem Durchmesser von 32 Zentimeter von dem mit einer „etwas stumpfen“ Säge eine möglichst gleichstarke Scheibe abgeschnitten werden sollte. Letztlich war die Säge wohl doch nicht so stumpf, Andi Komes und Sacha Jörchel kamen dabei zwar ordentlich ins Schwitzen, schafften die Aufgabe aber relativ zügig.


Sportlich gesehen sollte einer der Kommandanten sich im Torwandschießen beweisen, dabei musste er den Ball aber von einem Bierglas kicken. Christian Plamper ließ das Bierglas heil und versenkte den Ball im vierten Versuch. Bei der nächsten Aufgabe sollte Feierlaune gezeigt werden, der Bürgermeister forderte Festdamen und -mädchen auf zusammen mit dem Festausschuss ihm die „La Ola Welle“ zu präsentieren. Dazu stellte man sich in U-Form auf und um die Welle besser kontrollieren zu können mussten alle mit ihren Händen an einen ausgelegten D-Schlauch fassen. Der erste Versuch zeigte gleich, dass man dies schon gut drauf hat.

Der Bürgermeister bewertete schließlich alle Aufgaben als erfüllt und gab mit den Worten „Ja - ja - ja, ich werde euer Schirmherr sein. Den Schirm werd ich allerdings nicht als Regen- sondern als Sonnenschirm brauchen“, seine Zusage. Festleiter Andreas Komes war es nun vorbehalten den Bieranstich durchzuführen. Darauf war er nicht vorbereitet, allerdings gelang ihm dabei wohl ein Meisterstück, denn schon nach dem ersten Schlag saß der Zapfhahn im Fass. Mit einer frisch gezapften „Hoibe“ stießen dann Bürgermeister, Festleiter und die drei Kommandanten auf ein gutes Gelingen des Gründungsfestes an. Im Anschluss lud der Schirmherr die ganze Truppe zu Speis und Trank.

 

Text mit freundlicher Genehmigung von Robert Beck und Bilder von Stefanie Kiendl

 

 

KONTAKT

 IMPRESSUM

DATENSCHUTZ

Feuerwehr und Rettungsdienst: 112

Ärztlicher Bereitschaftsdienst: 116 117

Polizei: 110

Giftnotruf: 089 19240

 

 

KONTAKT | ANSCHRIFT
Feuerwehrzentrum Schierling
Fruehaufstraße 34
D-84069 Schierling
Tel: 09451/2668
Fax: 09451/2668
 
 

 

#