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Quelle: Deutsche Wetterdienst
Letzte Aktualisierung 21/07/2019 - 23:16 Uhr

Landkreiswehren absolvierten über 5000 Einsätze

Im Landkreis Regensburg sind es etwas mehr als 6.800 Feuerwehrleute in 176 Wehren, die Hilfe im Ernstfall leisten und vorbeugende Brandschutzerziehung betreiben. In der Schierlinger
Mehrzweckhalle zogen die Verantwortlichen am Sonntagvormittag Bilanz über das Jahr 2018 bei der Jahreshauptversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes (KFV)  Regensburg mit Kommandantendienstversammlung. Neu gewählt wurden eine Vorstandsvertreterin für den KBI Bereich Süd, sowie ein Kommandantenvertreter für den KBI Bereich Nord. Geehrt wurden die Sieger des letztjährigen Feuerwehr-Kindermalwettbewerbs


Kreisbrandrat Wolfgang Scheuerer konnte etwa 500 Vertreter der Mitgliedswehren, Landrätin Tanja Schweiger, viele Bürgermeister aus den Gemeinden, Vertreter der Stadtfeuerwehr, des Landratsamtes und des Polizeipräsidiums sowie die Landtagsabgeordneten Sylvia Stierstorfer und Tobias Gotthard begrüßen. Die Anwesenheit der Mandatsträger wertete er als Wertschätzung der Feuerwehrarbeit. In seinem Rechenschaftsbericht als Kreisvorsitzender sprach der Kreisbrandrat über Ausschusssitzungen auf Bezirks- und Kreisebene, in denen man sich mit Beschaffungsfragen, Übungs- und Ausbildungsthemen sowie der Nachwuchsgewinnung beschäftigt habe. Weiter gab er einen Überblick zu Ehrenzeichenverleihungen und wertete die Nachwuchsarbeit, mit einem erstmals durchgeführten Kinderfeuerwehrausflug sowie der Aktion Spiel ohne Grenzen mit Kindern und Jugendlichen, als überaus positiv. Die Anzahl der Jugendlichen steige wieder an, was solchen Aktionen zuzuschreiben sei. Vergessen dürfe man nicht die Informationszeitschrift „Feuerwehren im Landkreis Regensburg“ die wieder in Eigenregie erstellt wurde und die als Medium nach außen ein guter Werbeträger für die Feuerwehrarbeit sei.

In Bezug auf den Landesfeuerwehrverband informierte über dessen Leistungen an BFV und KFV und das dieser mit annähernd 900.000 Mitgliedern, davon knapp 330.000 Aktive, der größte Landesverband in Deutschland sei. In seinem Bericht als Kreisbrandrat zeigte Scheuerer auf dass im Landkreis Regensburg in 176 Freiwilligen Feuerwehren 6.834 Aktive, davon 1457 als Atemschutzträger, Dienst leisten. Der Frauenanteil sei mit 16 Prozent dabei so hoch wie in keinem anderen KFV in Bayern. Auch auf dem Jugendsektor sei man, mit 1847 Feuerwehranwärtern, wobei der Anteil an weiblichen Personen hier bei über 37 Prozent liege, auf einem guten Weg in die Zukunft. Landkreislehrgänge absolvierten im letzten Jahr 1590 Teilnehmer mit 52.626 Ausbildungsstunden und die Bereitschaft für Leistungsprüfungen innerhalb der Wehren war mit 1495 Aktiven sowie 1013 Teilnehmern am Jugendwissenstest hoch.    Die Einsätze bezifferte er mit 5057 obwohl kein Großschadensereignis zu verzeichnen war. Im Durchschnitt rückten die Landkreiswehren 13 Mal pro Tag aus. Aufgebracht wurden von den Hilfskräften dafür enorme 57.415 Einsatzstunden, erfreulich sei dabei die Anzahl von tot geborgenen Personen die merklich zurückging.

Zur Beschaffung von Sondergeräten durch den Landkreis gab er bekannt dass ein Einsatzleitungswagen (ELW) sowie Wechselladefahrzeuge (WLF) mit jeweiliger Absetzbrücke (AB) Atem- und Strahlenschutz sowie Sonderlöschmittel beschafft wurde. Geplant sei ein weiteres WLF AB Wasser dass in Schierling stationiert werden soll. Weiter geplante Maßnahmen für 2019 seien die Umsetzung der digitalen Alarmierung, Erarbeiten und Aufstellen von weiteren Ausbildungsthemen sowie fundierte Öffentlichkeitsarbeit und Mitgliederwerbung.

Auskunft über die Finanzen im KFV gab in Abwesenheit von Schatzmeisterin Andrea Schmid, KBI Johann Bornschlegl. Er berichtete von einem soliden Kassenstand, obwohl man das Haushaltsjahr mit leichtem Verlust abgeschlossen habe. Der Sprecher des Kassenprüfteam bescheinigte eine einwandfreie Kassenführung und lies über die Entlastung abstimmen. Diese wurde seitens der Versammlung einstimmig
erteilt.

Bei der Versammlung standen auch Nachwahlen zum Kreisfeuerwehrverbandsausschuss auf der Tagesordnung.  Hierbei wurden Christiane Reinfrank von der FF Köfering als Vorstandsvertreterin des KBI-Bezirks Süd  sowie Christian Kötterl von der FF Aufhausen als Kommandanten-Vertreter für den KBI-Bezirk Nord gewählt. Im letzten Jahr hatte der KFV die Kindergruppen in den Wehren zu einem Malwettbewerb aufgerufen. Sie sollten Bilder als Grundlage für einen Stundenplan im KFV Infoheft entwerfen. Ausgezeichnet mit dem ersten Preis wurden die Kinderwehren aus Beratzhausen und Bernhardswald, der zweite Preis ging an die FF Lampertsneukirchen und der dritte Preis an die FF Rosenhof/Wolfskofen.

Die Landtagsabgeordneten Sylvia Stierstorfer und Tobias Gotthardt dankten in ihren Grußworten den Feuerwehrlern für ihr ehrenamtliches Engagement zu Gunsten der Allgemeinheit, sie würden auch weiter in ihrer politischen Arbeit darauf achten dass die Feuerwehren die Unterstützung seitens des Landes bekommen die sie verdienen. Landrätin Tanja Schweiger sagte dass es schwer zu würdigen sei was die Feuerwehren alles leisten. Betrachte man die aufgeführten Einsatzstunden würde klar wieviel dieses immense Engagement zur Sicherheit im Landkreis beitrage. Als Landrätin sei sie deshalb stolz darauf auf 176 Wehren bauen zu können. Lob zollte sie für die Jugendarbeit mit der der KFV absolut am Puls der Zeit liege. Als große Herausforderung für die „Autobahnfeuerwehren“  sah die Landrätin den Ausbau der A3 der im vollen Gange ist. Hier sei im letzten Jahr in Kooperation von Polizei, Landratsamt und Feuerwehren vieles neu koordiniert worden um der veränderten Verkehrssituation im Einsatzfall gerecht werden zu können. Die Beschaffungen von Ausrüstung seitens des Landkreises für die Feuerwehren bewertete die Landrätin als guten Weg der auch zukunftsfähig sei.

Schierlings Bürgermeister Christian Kiendl sagte dass im Markt Schierling elf der 176 Landkreiswehren beheimatet sind, und darüber sei man sehr froh weil dies mit eine Sicherheitsgarantie für die Bürgerinnen und Bürger. Die Verantwortlichen im Markt seien immer bestrebt die Ausrüstung der Feuerwehren auf aktuellem Stand zu halten, denn nur das Zusammenspiel Personal und Ausrüstung garantiere eine hochqualifizierte Arbeit. Polizeirat Bernhard Huber bestätigte in seinem Grußwort dass Feuerwehren unentbehrliche Partner der Polizei geworden sind. Gerade weil Feuerwehr und Polizei bei verschiedensten Einsätzen Schulter an Schulter stehen, schätze man deren Leistungen und Einsatz.

Regensburgs Stadtbrandrat Johann Schmidbauer verweisdarauf dass im letzten Jahr gegenüber der Vorjahre Brandeinsätze wieder angestiegen seien. Auffällig im Stadtgebiet waren auch punktuelle Gewitter. Diese erforderten eine Vielzahl gleichzeitiger Einsätze die man einfach nicht stemmen konnte. Hier wurde man dankenswerter Weise von den angrenzenden Landkreiswehren unterstützt. Schön zu sehen sei, dass immer mehr Aktive die in der Stadt ihren Arbeitsplatz haben eine Doppelmitgliedschaft eingehen würden und so im Bedarfsfalle mit den Stadtwehren ausrücken können. Letzter Punkt der knapp dreistündigen Versammlung war ein Vortrag der Datenschutzbeauftragten am Landratsamt Regensburg, Elisabeth Mayer, zur neuen Datenschutz Grundverordnung.

Das Schlusswort hatte Kreisbrandrat Wolfgang Scheuerer, er dankte dem Markt Schierling für die Zurverfügungstellung der Halle, den zuständigen KBI und KBM sowie den Schierlinger Kameraden für die Vorbereitung der Veranstaltung.

 

(Text: Robert Beck | Bilder: Robert Beck, Plamper Christian)