Anfang des Jahres ahnte noch keiner, dass es für alle ein ganz besonderes Jahr mit vielen Herausforderungen werden sollte - abgesehen von den 70 Einsätzen.

Der Übungsbetrieb lief bis Mitte März noch in normalen Bahnen. Dann wurden alle Übungen ausgesetzt. Dies dauerte bis Ende Mai an. Danach wurden Übungseinheiten mit erhöhtem Hygienevorsichtsmaßnahmen abgewickelt. Bereits Ende Oktober wurde der Übungsbetrieb aufgrund der hohen Infektionszahlen erneut eingestellt. Dies dauert bis heute an. Das gesamte Vereinsleben steht ebenfalls still.

Die Einsätze werden seit März ebenfalls mit hohen Hygienemaßnahmen abgewickelt. Masken, reduzierte Mannschaftsstärke, Infektionsschutzhandschuhe, Desinfektion von Kontaktfläche, Zutrittsbeschränkungen zum Feuerwehrhaus…

Im Januar erwarteten uns drei kleinere Einsätze. Der Februar schlug mit 13 Einsätzen ordentlich zu Buche. Strumtief Sabine machte alleine am 10.02. sechs Mal unser Eingreifen notwendig.

Am 13.02. wurden wir während eines Übungsdienstes zu einem Kellerbrand mit Person in Gefahr in Schierling alarmiert.  Trotz des schnellen Eingreifens der alarmierten Feuerwehren und schnellen Rettung der Person aus dem Brandgeschehen, verstarb diese später im Krankenhaus.

Im März wurden wir zu zwei technischen Hilfeleistungen, einem angeblichen großen Flächenbrand und einer Rauchentwicklung an einem LKW alarmiert.

Der April führte uns zu einem Schuppenbrand nach Pfakofen und einem Verkehrsunfall in die Bachstraße. Dort fuhr ein PKW in die Laber.

Im Mai wär bei drei Einsätzen ein Verkehrsunfall auf der B15neu erwähnenswert. Dort verunfallte ein PKW bei hohen Geschwindigkeit. Der Fahrer wurde durch unsere Kameraden erstversorgt und dann mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus transportiert.

Der Juni bescherte uns mehrere größere Einsätze. Am 04.06. wurden wir auf Oberdeggenbach alarmiert. Hier geriet Unrat aus ungeklärter Ursache in Brand. Das Feuer konnte schnell gelöscht werden. Am 19.06. wurden wir nach Neutraubling alarmiert. Dort unterstützten wir zusammen mit vielen weiteren Landkreisfeuerwehren die Kameraden vor Ort bei der Bewältigung eines Starkregenereignis. Am 22.06. wurde von uns eine Person mit Hydraulischem Rettungssatz aus einem PKW nach einem Verkehrsunfall befreit. Der 24.06. machte unseren Einsatz, sowie die Unterstützung weiterer Kräfte bei einem Brand einer Lagerhalle in der Mannsdorfer Strasse notwendig.

Acht Einsätze im Juli darunter drei Verkehrsunfälle forderte unsere Mannschaft.  Am 07.07. führte uns eine Alarmierung zu einem Verkehrsunfall auf die B15, hauptsächlich für Verkehrslenkende Maßnahmen. Am 13.07. wurden wir erneut zu verkehrslenkenden Maßnahmen auf die B15neu alarmiert. „Verkehrsunfall, eingeklemmte Person“ hieß es am 18.07. auf der B15. Diese Meldung bestätigte sich jedoch nicht.

Insgesamt 10 Einsätze bescherte uns der August. Für großes Medieninteresse sorgte eine Tierrettung auf der B15neu. Hier verirrte sich einen Schwannenfamilie und sorgten dafür, dass ordentlich Personaleinsatz für diesen Einsatz nötig war.

Im September waren erneut Unwettereinsätze nach Starkregen vor allem in Buchhausen und Inkofen abzuarbeiten. Im Oktober wurden wir während eines Übungsdienstes zu einem First Responder Einsatz alarmiert. Die Zusammenarbeit mit dem Team des Hvo Oberdeggenbach sowie des Rettungsdienstes lief reibungslos. Hier wurde anschließend die Person mit der Drehleiter aus dem ersten Stock gerettet.

Der November stellte uns mit nur fünf Einsätzen trotzdem vor die eine oder andere Herausforderung. Am 18.11. wurden wir an die Anschlussstelle B15neu Nord zu einem Verkehrsunfall alarmiert. Das Besondere an diesem Einsatz war die Beteiligung eines E-Autos. Hier mussten die entsprechenden Trennstellen für die Hochleistungsakkus gefunden und betätigt werden. Der 27.11. startete für uns bereits um ca. 07:00 Uhr wegen eines Verkehrsunfalls an derselben Anschlussstelle. Um ca. 11:00 Uhr wurden wir nach Ascholtshausen zu einem Zimmerbrand alarmiert. Hier  stellten wir einen Atemschutztrupp für die innere Brandbekämpfung.

Im letzten Monat des Jahres sorgte ein Verkehrsunfall in der Leierndorfer Straße für Aufsehen. Hier überschlug sich ein Audi A5 nachdem er den Verkehrskreisel übersah und diesen überfuhr.

Trotz der Widrigkeiten in diesem Jahr war die Mannschaft hoch motiviert und zeigte bei jeder Alarmierung vollen Einsatz. Wir hoffen, dass wir im Jahr 2021 baldmöglichst wieder in den Normalbetrieb  gehen können. Denn nicht nur Übungen und Einsätze gehören zur Feuerwehr sondern auch die gemeinsamen Grillabende, Kameradschaftsabende und das Vereinsleben.

Ein großer Wehmutstropfen ist auch die Jugendfeuerwehr. Aktuelle sind keine Gruppentreffen oder Übungen möglich. Auch hier hoffen wir, dass uns nicht ein oder mehrere Jahrgänge aufgrund dieser Inaktivität ausfallen.

Im neuen Jahr werden wir wieder in den Übungsbetrieb mit der aktiven Mannschaft einsteigen. Dazu wurden vier Übungsgruppen gebildet, die feste Übungstermine haben. So soll verhindert werden, dass bei einem eventuellen infektionsfall die ganze Wehr betroffen ist und abgemeldet werden muss.

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