Großübung von drei Feuerwehren im Rahmen der Aktionswoche

30 schi GroÜbg 1

Gute Ausbildung und realitätsnahes Training sind wichtige Voraussetzungen für eine effektive Brandbekämpfung und Schutz von Leib und Leben durch die Feuerwehren. Um auch eventuellen Großereignissen gewachsen zu sein ist ein gemeinsames Training an möglichen Einsatzobjekten unerlässlich. Drei Marktwehren übten deshalb im Rahmen der Feuerwehr-Aktionswoche am vergangenen Freitag gemeinsam am Wohnpark am Rathausplatz.  

Ausgearbeitet wurde das Szenario von den Kommandanten der Schierlinger Wehr Sascha Jörchel, Stefan Hüttner und Christian Plamper, die auch die Eisatzleitung der Übung inne hatten, sowie Kreisbrandmeister Christian Kellermann in Absprache mit der Leiterin des im Wohnpark ansässigen Seniorenheims, Christine Kopf. Sie hatte es auch angeregt, dass diese Übung über die normalen Brandschutzbegehungen hinaus auf die Beine gestellt wurde.

 Angenommen und mit Nebelmaschine dargestellt wurde ein Brand in einem Bewohnerzimmer. Neben der Brandbekämpfung stand vor allem die Evakuierung der Bewohner aus dem Gebäudeteil des Brandes im Vordergrund. Fünf Atemschutztrupps der Wehren Schierling und Eggmühl drangen über das Haupttreppenhaus in das Gebäude vor um dies zu bewerkstelligen, unterstützt wurden sie von außen mit Löscharbeiten über die Drehleiter.30 schi GroÜbg 2

30 schi GroÜbg 3

Einsatzkräfte der Laichlinger Wehr nahmen die Evakuierten am Notausgang in Empfang um sie sicher zum Sammelplatz zu bringen, oder bei Bedarf an die Sanitäter der Malteser Grafentraubach/Oberdeggenbach, die mit in die Übung integriert waren, zu übergeben. Die Rettungskräfte hatten wahrlich keine leichte Arbeit 14 Personen aus dem verrauchten Gebäude ins Freie zu bringen, denn diese waren großteils nicht mehr so mobil und auf Gehhilfe oder Rollstuhl angewiesen. Dies wurde auch real durch freiwillige Heimbewohner und Statisten der Jugendfeuerwehr dargestellt.

Zusammenarbeit war das A und O bei dieser Übung, gemeinsam und Hand in Hand legten sich die beteiligten Wehren mächtig ins Zeug um das Szenario abzuarbeiten. Planer und Einsatzleiter Sascha Jörchel der seinen Dank den Einsatzkräften, der Heimleitung und den als Statisten mitwirkenden Personen aussprach sagte in einem ersten Resümee zum Übungsablauf das die Übung generell geklappt habe, allerdings auch kleine Fehler seitens der Einsatzkräfte feststellbar waren. Überhastet sei die Aufnahme der Brandbekämpfung mit Öffnung der betroffenen Zimmertüre gewesen, ohne vorher die in der Nähe befindlichen Personen nach draußen zu verbringen. Positiv sei ihm aufgefallen dass die Einsatzfahrzeuge so aufgefahren waren, dass sie effektiv in Einsatz gebracht werden konnten und auch noch Zufahrtsmöglichkeiten  für weitere Rettungsfahrzeuge gewährleisteten.30 schi GroÜbg 4

Kreisbrandmeister Christian Kellermann regte an das bei solchen Einsätzen ein engeres räumliches Kontaktverhältnis von Einsatzleitung und Gruppenführen der beteiligten Wehren wünschenswert wäre. Grundsätzlich habe ihm das Dargestellte gefallen, besonders auch die Tatsache dass viele junge Einsatzkräfte an der Übung teilnahmen.

Auch Kreisbrandinspektor Wilfried Hausler zeigte sich zufrieden mit dem Gesehenen, er verwies darauf dass die diesjährige Feuerwehraktionswoche unter dem Motto „Ehrenamt“ stehe, deshalb sei es ihm auch ein besonderes Anliegen all denjenigen zu danken die sich beim Dienst in den Feuerwehren einbringen. Heimleiterin Christine Kopf dankte den Einsatzkräften dass sie sich Zeit genommen hatten für diese Übung, „ein komplexes Gebäude wie das Seniorenheim brauche eine Beübung damit man sich im Ernstfall auch orientieren könne“. Abschließend lud die Heimleiterin die über 70 beteiligten Feuerwehrleute  zu einer Brotzeit ein.

 

(Bilder und Text: Beck Robert)