Am Samstag, 30.09.2017 um 12:30 Uhr war „Dienstbeginn“ für 18 Jugendfeuerwehrleute beim 24-Stunden-Jungendfeuerwehrtag. Nach einer kurzen Begrüßung durch die Jugendwarte Fischl Hannes, Roithmeier Andreas und Plamper Christian wurden die Jugendlichen auf ihre Fahrzeuge eingeteilt. Erstmals bei diesem 24-Stunden-Jugendfeuerwehrtag übernahmen die Jugendlichen den Job des Gruppenführers selbst. Immer begleitet wurden sie von einem erfahrenen Gruppenführer aus der aktiven Mannschaft, die ihnen jederzeit bei Fragen zur Seite standen.  

 

Zu Beginn wurden die Gerätschaften in den Großfahrzeugen auf Vollständigkeit und Funktion geprüft sowie deren Nutzen und Einsatzgebiet nochmal kurz wiederholt. Im Anschluss ging es für eine Gruppe in den Schulungsraum. Dort wurden sie in den Themen Wärmebildkamera, Atemschutz bei der Feuerwehr sowie „Die Gruppe im Löscheinsatz“ geschult. Die zweite Gruppe übte im Übungshof alles zum Thema „Halten und Rückhalten“ als auch Knoten und Stiche. Nach zirka einer halben Stunde tauschten die Gruppen ihre Ausbildungsstationen bevor es danach zum Kaffee und Kuchen ging.

 

Am vergangenen Samstagmittag rückten 14 Jugendliche mit Schlafsäcken und Rücksäcken geschultert im Feuerwehrzentrum an, um 24 Stunden lang den Dienst eines Berufsfeuerwehrmannes zu erleben. Dazu gehört neben den Einsätzen natürlich auch theoretischer und praktischer Unterricht, Sport, Gerätepflege sowie gemeinsames Kochen und Essen. Die beiden Jugendwarte Kabl Florian und Roithmeier Andreas organisierten zusammen mit Kammeraden aus der aktiven Mannschaft alle Einsätze, Unterrichtsstunden sowie die Aufsicht und Verpflegung der vor Tatendrang strotzenden Jugendmannschaft.

Kurz nachdem die Jugendlichen angekommen waren, ging es auch gleich los zum ersten Einsatz. „Brand Freifläche im Gewerbegebiet Birlbaum“ war die Alarmmeldung. Das bedeutet, alles stehen und liegen lassen, rein in die Schutzkleidung und mit den Feuerwehrfahrzeugen auf Einsatzfahrt mit „Blau und Horn“ zum Brandort. Dort erhielten alle ihre Befehle und es konnte losgehen mit dem Aufbau der Wasserversorgung sowie dem Löschangriff mit Wasser und Schaum. Das für diesen Zweck entfachte Palettenfeuer war schnell bekämpft. Nach Abschluss der Nachlöscharbeiten wurde alles wieder zusammen gepackt und es ging zurück ins Feuerwehrhaus. Dort musste das Fahrzeug wieder einsatzbereit gemacht werden, alles ordentlich und gereinigt zurück an seinen Platz geräumt werden und verbrauchtes Material aufgefüllt werden.

Die Aufgabe des Gruppenführers und logischerweise auch den Fahrer bzw. Maschinisten übernahmen jeweils abwechselnd erfahrene Feuerwehrmänner aus der aktiven Mannschaft. Alle Einsätze wurden durch die „Leitstelle Schierling“, welche dafür in der Einsatzzentrale eingerichtet wurde, alarmiert und koordiniert. Über den Hausgong und die Sprechanlage erfolgte die Alarmmeldung.

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Insgesamt galt es acht Einsätze bis zum Ende der Schicht zu bewältigen. Technische und erste Hilfe waren bei einem Forstunfall mit einer verletzten Person unter einem Baum sowie bei einem Verkehrsunfall unter einer Brücke in der Munastraße von Nöten. Zu Gast waren bei dem Verkehrsunfall auch der Rettungswagen der der Malteser aus Oberdeggenbach. Familie Treintl gab dazu Einblick in die Erste Hilfe und was zu tun ist bis der Rettungswagen kommt.