Datum: 20.04.2026 um 16:06 Uhr
Alarmierungsart: Funkmeldeempfänger und Sirene
Dauer: 2 Stunden 7 Minuten
Einsatzart: BMA – Brandmeldeanlage > Brandeinsatz
Einsatzort: Schierling, Gewerbegebiet Fruehaufstraße
Fahrzeuge: Schierling 10/1, Schierling 11/1, Schierling 14/1, Schierling 30/1, Schierling 40/1, Schierling 40/2, Schierling 56/1
Weitere Kräfte: Einsatzleiter Rettungsdienst (ELRD), Feuerwehr Eggmühl, HvO Oberdeggenbach, Rettungsdienst
Einsatzbericht:
Zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage im Ortsgebiet wurden wir heute Nachmittag durch die ILS Regensburg alarmiert. Vor Ort meldete sich ein Mitarbeiter beim erst eintreffenden Einsatzleiter und berichtete, dass es in einer Maschine zu einer hohen Stichflamme gekommen sei, näheres war aber nicht bekannt.
Bereits beim Eintreffen war eine starke Rauchentwicklung innerhalb der betroffenen Halle sichtbar. Die umgehend eingeleitete Erkundung unter Atemschutz ergab zunächst keinen sichtbaren Feuerschein oder offene Flammen. Allerdings war die Halle durch eine ausgelöste Sprinkleranlage großflächig überschwemmt. Aufgrund des zusätzlich deutlich wahrnehmbaren Brandgeruchs wurde von einem vorangegangenen Brandereignis ausgegangen, weshalb die Erkundung intensiviert wurde. In einer Maschine kam es zu einem Brand einer Batterie.
Aufgrund des womöglich erhöhten Bedarfs an Atemschutzgeräteträgern wurde die Feuerwehr Eggmühl vorsorglich nachalarmiert. Diese unterstützte uns durch das Einsetzen ihres Lüfters, ein Einsatz unter Atemschutz war jedoch nicht erforderlich. Insgesamt waren von unserer Seite vier Atemschutztrupps im Innenangriff eingesetzt. Aufgrund des erhöhten Einsatzaufkommens wurden zudem ein Rettungswagen, die Malteser aus Oberdeggenbach sowie der Einsatzleiter Rettungsdienst zur Einsatzstelle entsandt.
Im weiteren Verlauf stellte sich heraus, dass das Löschwasser möglicherweise durch einen Rostschutzzusatz, der sich in der Sprinkleranlage befindet, kontaminiert war. Dieser Verdacht bestätigte sich. Daraufhin wurde eine zuständige Fachkraft für die Kläranlage hinzugezogen. In Absprache mit dieser wurde das kontaminierte Wasser entsprechend verdünnt, um eine Gefährdung der Kläranlage auszuschließen.
Die vollständig abgebrannte Batterie und eine weitere Batterie, die sich in unmittelbarer Nähe befand, wurden ins Freie verbracht. Zur Entrauchung der Halle wurden Rauch- und Wärmeabzugsanlagen betätigt sowie sämtliche Türen und Tore geöffnet. Ergänzend kamen mehrere Lüfter zum Einsatz, um die Belüftungsmaßnahmen zu unterstützen. Da sich die zuvor geöffneten Rauchabzugsanlagen bzw. Dachluken im Anschluss nicht mehr selbstständig schließen ließen, wurden diese mithilfe der Drehleiter von außen wieder geschlossen bzw. entsprechend abgedeckt.
Nach Abschluss aller Maßnahmen konnten wir nach ca. 2 Stunden wieder einrücken und die Anlage an den Betreiber bzw. den Sicherheitsbeauftragten übergeben.
