B4 – Wohn­haus in Brand

Datum: 18.02.2026 um 17:00 Uhr
Alar­mie­rungs­art: Funk­mel­de­emp­fän­ger Voll­alarm
Dau­er: 5 Stun­den
Ein­satz­art: B4 – Brand­ein­satz > Gebäu­de­brand
Ein­satz­ort: Schier­ling, Manns­dor­fer Stra­ße
Fahr­zeu­ge: Schier­ling 10/1, Schier­ling 11/1, Schier­ling 14/1, Schier­ling 30/1, Schier­ling 36/1, Schier­ling 40/1, Schier­ling 40/2, Schier­ling 56/1, 60 kVA Licht­mast­ag­gre­gat
Wei­te­re Kräf­te: Ein­satz­lei­ter Ret­tungs­dienst (ELRD), Feu­er­wehr Egg­mühl, Feu­er­wehr Inkofen, Feu­er­wehr Lang­quaid, Feu­er­wehr Manns­dorf, Feu­er­wehr Ober­traub­ling, Feu­er­wehr San­ding, Feu­er­wehr Unter­laich­ling, Füh­rungs­kräf­te Land­kreis Regens­burg, HvO Oberdeg­gen­bach, Poli­zei, Ret­tungs­dienst, Meh­re­re RTW, Unter­stüt­zungs­grup­pe Ört­li­che Ein­satz­lei­tung (UG-ÖEL), Wei­te­re Feu­er­weh­ren


Ein­satz­be­richt:

Gegen 17:00 Uhr wur­den wir zunächst zum Stich­wort “B3 – Brand im Frei­en, am Gebäu­de” alar­miert. Vor Ort muss­te unse­re Ein­satz­lei­tung fest­stel­len, dass der unmit­tel­bar an das betrof­fe­ne Wohn­haus angren­zen­de Frei­sitz bzw. Win­ter­gar­ten sowie Tei­le der Außen­fas­sa­de des Hau­ses sich bereits in Voll­brand befan­den. Die Alar­mie­rung wur­de dar­auf­hin unver­züg­lich ent­spre­chend erhöht.

Im Frei­sitz war Brenn­ma­te­ri­al gemein­sam mit “hei­ßer Asche” (lt. Pres­se) gela­gert wor­den. Das durch die davon aus­ge­hen­de hohe Brand­last zunächst im Außen­be­reich ent­stan­de­ne Feu­er ist im Wei­te­ren durch die Fens­ter in das Erd­ge­schoss durch­ge­schla­gen. Bereits nach kur­zer Zeit war dadurch der gesam­te Wohn­be­reich des Erd­ge­schos­ses in Feu­er gera­ten und nicht mehr zu hal­ten. Durch den hohen Flam­men­schlag brei­te­te sich das Feu­er zügig auf das Ober­ge­schoss aus und schlug letzt­lich bis ins Dach­ge­schoss durch.

Nur durch mas­si­ven Lösch­auf­wand konn­ten ein wei­te­res Aus­brei­ten der Flam­men auf die angren­zen­den Gebäu­de sowie ein voll­stän­di­ges Aus­bren­nen des Dach­stuh­les des Hau­ses ver­hin­dert wer­den. Die Räum­lich­kei­ten des Hau­ses sind teils voll­stän­dig aus­ge­brannt, das Haus ist nicht mehr bewohn­bar. Beim Brand kamen meh­re­re Haus­tie­re (dar­un­ter ein Hund, Kat­zen und Wel­len­sit­ti­che) ums Leben und konn­ten nur noch durch uns gebor­gen wer­den. Eine Kat­ze konn­te durch unse­re Atem­schutz­ge­rä­te­trä­ger aus dem dich­ten Rauch geret­tet wer­den. Die Fami­lie, die in dem betrof­fe­nen Haus gelebt hat konn­te sich recht­zei­tig aus dem Gebäu­de ent­fer­nen und wur­de in einem ört­li­chen Hotel not­un­ter­ge­bracht.

Vier unse­rer Kame­ra­den wur­den bei den Lösch­ar­bei­ten leicht ver­letzt.

Um die fach­ge­rech­te Dekon­ta­mi­na­ti­on der zahl­rei­chen im Ein­satz befind­li­chen Atem­schutz­ge­rä­te­trä­ger zu gewähr­leis­ten, wur­de vor Ort die Hygie­ne Kom­po­nen­te des Kreis­feu­er­wehr­ver­bands Regens­burg / Kata­stro­phen­schutz Frei­staat Bay­ern auf­ge­baut.

Wir wur­den bei den Lösch­ar­bei­ten durch zahl­rei­che Kame­ra­den der Schier­lin­ger Orts­feu­er­weh­ren sowie über­ört­lich von der Feu­er­wehr Lang­quaid und Feu­er­wehr Ober­traub­ling mit ent­spre­chen­dem Fach­ma­te­ri­al unter­stützt. Etwa 70 Ein­satz­kräf­te aus 8 Feu­er­weh­ren waren im Ein­satz. Aus dem Land­kreis waren außer­dem der Kreis­brand­rat, der zustän­di­ge Kreis­brand­in­spek­tor und Kreis­brand­meis­ter sowie die Unter­stüt­zungs­grup­pe Ört­li­che Ein­satz­lei­tung vor Ort.

Etwa gegen 19:30 Uhr war das Feu­er unter Kon­trol­le. Da unse­re eige­ne Dreh­lei­ter einem tech­ni­schen Defekt unter­lag, wur­den letzt­lich durch die Dreh­lei­ter der Feu­er­wehr Lang­quaid das Dach aus­ge­deckt und letz­te Brand­nes­ter abge­löscht.

Etwa gegen 20:15 Uhr, also über 3 Stun­den nach Alar­mie­rung konn­te “Feu­er aus” gemel­det wer­den und unse­re Ein­satz­kräf­te rück­ten wie­der ein. Die Auf­räum­ar­bei­ten dau­er­ten danach noch bis etwa 22:00 Uhr an.

Pres­se­mit­tei­lun­gen: